JEDERMANN (stirbt)

Termine:
12. Juli 2019 / 20:30 Uhr
14. Juli 2019 / 20:30 Uhr
18. Juli 2019 / 20:30 Uhr
19. Juli 2019 / 20:30 Uhr
20. Juli 2019 / 20:30 Uhr
21. Juli 2019 / 20:30 Uhr
25. Juli 2019 / 20:30 Uhr
26. Juli 2019 / 20:30 Uhr
27. Juli 2019 / 20:30 Uhr
28. Juli 2019 / 20:30 Uhr

Spielort:
Tonhofstadel Maria Saal

Schnerichweg 2

9063 Maria Saal

Preise:
22 / 15 €
Ö1-Club: 18 €

Regie:
Valerie Voigt-Firon

Schauspiel:
Sarah Rebecca Kühl
Miha Kristof-Kranzelbinder
Markus Achatz
Tamara Stern
Alexander Kuchinka

Musik:
N.N.

Bühne:
Thomas Garvie

Von Ferdinand Schmalz

Mit dem Stück Jedermann (stirbt) des Österreichischen Autors Ferdinand Schmalz, Bachmannpreisträger 2017, spannt das Theater WalTzwerk den Bogen zur Aufführung des "Kärntner Jedermann" als WalTzwerk-Beitrag zur Kärntner Landesausstellung im Jahr 1997 am Hauptplatz in Ferlach. Schmalz interpretiert in seiner Auftragsarbeit für das Burgtheater das Sterben des reichen Mannes neu, transferiert die Handlung in die Gegenwart und rechnet wortgewaltig mit der Wirtschaft und dem Finanzwesen und deren extremen Auswüchsen ab. In der Regie von Valerie Voigt-Firon, selbst bereits Burgtheater- und WalTzwerk -erprobt, wird Jedermann (stirbt) im Juli im Tonhofstadel in Maria Saal aufgeführt. Ein geeigneterer Ort als dieses kulturgeschichtsträchtige, von spannendsten Kontroversen geprägte Kleinod ist kaum vorstellbar.

„Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ hat der mehrfach preisgekrönte Autor Ferdinand Schmalz als Text für das 21. Jahrhundert über-, fort- und neugeschrieben. Schmalz befreit den Text von altertümlichen Klischees, schraubt lustvoll an Sprache und Versmaß und hebt den Text auf eine neue literarische Höhe.

Sein Jedermann ist ein reicher Geschäftsmann, der keine Skrupel kennt und der Nächstenliebe mit Steuervergünstigung gleich setzt. Sein Garten, Zeichen des bürgerlichen Reichtums, ist ein Ort für ausschweifende Partys und zugleich umzäunte Festung, die keine Fremden und Armen einlassen soll. Auch der heutige Jedermann findet, als es zu Ende geht, keine wahren Freunde, selbst seine Frau geht den letzten Schritt nicht mit ihm. Er geht allein den letzten Gang, während die Gesellschaft weiter feiert.

„Von wegen: der Tod macht alle gleich – der Tod ist eine Mauer, die immer höher wird, jedermann ist niemand, niemand anderes als wir!“

Verlag: S. Fischer Verlag GmbH

Ferdinand Schmalz

geb. 1985 in Graz als Matthias Schweiger; Studium der Theaterwissenschaft und Philosophie; Komparse am Wiener Burgtheater, Regieassistent am Schauspielhaus Wien und Schauspielhaus Düsseldorf

2012 Mitbegründer des Festivals "Plötzlichkeiten" im Theater Bahnhof Graz, Veröffentlichung der Erzählung "auf spur"

2013 Gewinner des Retzhofer Dramapreises für das Stück am "beispiel der butter"

2013 2. Platz beim MDR-Literaturwettbewerb um die beste deutschsprachige Kurzgeschichte: Premiere “dosenfleisch (at)“ im Rahmen des Kiezstürmerfestival in Hamburg, St. Pauli Theater

2014 Nachwuchsautor 2014 Theater heute; Uraufführung “am beispiel der butter” am Schauspiel Leipzig; Premiere “am beispiel der butter” im Vestibül des Burgtheater Wien

2015 Uraufführung von “dosenfleisch” bei den Autorentheatertagen 2015 am Deutschen Theater Berlin in einer Inszenierung des Burgtheaters; Uraufführung von “der herzerlfresser” in der Diskothek im Schauspielhaus Leipzig; Premiere von “der herzerlfresser” in der Box am Deutschen Theater in Berlin

2016 Einladung zum Mülheimer Theatertreffen mit "dosenfleisch" in einer Inszenierung des Burgtheater Wien

2017 Einladung zum Mülheimer Theatertreffen mit "der thermale widerstand" in einer Inszenierung des Schauspielhaus Zürich; Förderpreis zum Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor; Ingeborg-Bachmann-Preis der 41. Tage der deutschsprachigen Literatur

2018    Uraufführung von "jedermann (stirbt)" am Burgtheater Wien